20min News: Trends der Schmuckszene – die moderne Prinzessin

20min weiss: Das hören doch alle Frauen gerne!

Der Schmucktrend geht zu pompösen und auffallenden Schmuckstücken. Da können auch grosse Mädchen schonmal ins Träumen geraten…

Opulenz, Luxus und Farbrausch: Internationale Designer lassen sich von der Haute Joaillerie inspirieren und lancieren grosse, auffällige Schmuckkreationen für moderne Prinzessinnen.

«Grosse Mädchen brauchen grosse Diamanten», sagte einmal Filmdiva Liz Taylor. Sie war geradezu besessen von hochkarätigen Diamanten, Smaragden, Saphiren und Rubinen von Bulgari, Cartier, Tiffany und Van Cleef & Arpels. «Die Kronjuwelen Hollywoods» nannten Experten ihre exquisite Schmuckkollektion. Von der Opulenz vergangener Zeiten liessen sich auch internationale Schmuckdesigner inspirieren: Ihre neuen Kollektionen umfassen glamouröse Stücke mit funkelnden Diamanten, Brillanten und farbigen Edelsteinen. Ein Trend, der mit der aktuellen Luxusmode im Stil der Vierziger- und Fünfzigerjahre einhergeht und an die Hollywood-Klassiker mit Grace Kelly, Ava Gardner und Audrey Hepburn erinnert.

Die Opulenz des italienischen Edeljuweliers

Edel-Juwelier Pasquale Bruni, der mit Bulgari und Damiani zu den erfolgreichsten italienischen Haute-Joaillerie-Labels gehört, betört seine Kundschaft mit opulentem Schmuck: Colliers mit weissen und schwarzen Diamanten, Roségold-Ringe mit Amethyst, Obsidian und Lemon Quarz, goldene Sautoirs mit Tier- und Eiffelturm-Anhänger sowie Chandeliers aus Weissgold mit Diamanten. Ein Highlight seiner aus verschiedenen Serien bestehenden Kollektion sind die hochkarätigen grossen Ringe in Form des Eiffelturms, eines Elefanten, eines Krokodils, einer Schlange oder eines Schmetterlings. Für zwei seiner aktuellen Kollektionen liess er sich von einer Königin und einer Kaiserin inspirieren: «’70 Queen» besticht durch ein schwarz-weisses Konstrastspiel aus Kogolong, Onyx und weissen Diamanten, die Kollektion «Sissi» durch die luxuriöse Kombination aus grossen Edelsteinen, Diamanten, eine Kroneneinfassung sowie Gelb-, Weiss- und Rotgold. Die Opulenz von Brunis Schmuckstücken findet bei seiner Kundschaft, die vorwiegend aus Russland, dem Nahen Osten und Italien stammt, grossen Anklang und ist auch regelmässig in Modezeitschriften wie «Vogue» und «Harper’s Bazaar» zu sehen.

Trends an der luxuriösen Bahnhofstrasse in Zürich

Der Trend des exquisiten Juwelenschmucks hat auch die Schweiz erfasst. Gemäss Auskunft des Edel-Juweliergeschäfts Les Ambassadeurs an der Bahnhofstrasse in Zürich sind derzeit grosse Schmuckstücke mit verschiedenen Farbsteinen gefragt. Insbesondere Russen stehen auf exklusive Schmuckstücke, neue Kollektionen und grosse Edelsteine. Auffallend und edel, lautet ihr Motto. Asiaten hingegen kaufen in der Schweiz mehrheitlich Uhren oder Schmuckstücke mit Diamanten. Letztere stehen in der Schweiz als zeitlose Klassiker hoch im Kurs. Der Trend von Saphiren, Rubinen und Smaragden als Verkaufsrenner hat sich etwas abgeschwächt. Derzeit sind laut Les Ambassadeurs Edelsteine in allen Farben in, insbesondere der Paraiba Turmalin, ein intensiv leuchtender türkisfarbener Stein. Spezielle Luxusausfertigungen sind auch bei den Herren im Trend – und zwar bei den Vertu-Luxus-Handys in Edelstahl und Edelmetall, die oft mit Brillanten besetzt sind.

Swarovskis funkelnde Armbänder, die sich per Knopfdruck in eine Uhr verwandeln

Kristallspezialist Swarovski lanciert für die Wintersaison eine farbenprächtige Schmuck-Kollektion mit viel Kristall und vibrierenden Farben. Ein Eyecatcher sind die XXL-Ketten aus silberweissem Ruthenium mit klarem Kristall im Baguetteschliff, die rhodinierte Halskette mit sieben Riesenkristallen im Schwarz/Weiss-Kontrast, die «Pin-up»-Halskette mit funkelnden Mesh-Kugeln in Gold und Silber und schwarzem Samtband sowie die «Prism»-Kette mit Stern-Anhänger und 3D-Pyramiden-Elementen. Hoch im Trend sind bei Swarovski auch ultrabreite Armreifen der Serie «Intervall»: die eine Hälfte ist mit funkelnden Kristallen in Rot, Gold, Metallic, Schwarz oder Violett überzogen, die andere mit einem Lederband in gleicher Farbe.

Auch Uhren werden bei Swarovski als opulente Schmuckstücke präsentiert: Die futuristisch inspirierte Kollektion «D:Light» umfasst vier silber- oder goldfarbene Armbänder, die sich durch Knopfdruck in eine Uhr verwandeln. Das Armband ist mit 171 Kristallen überzogen – sowohl in der Kombination Weiss und Blau als auch in Weiss und Rot. Die Sonder-Serie «Elis Bangle» ist auf 1000 Stücke limitiert. Die Luxus-Uhr besteht aus einem breiten Armreif mit 744 funkelnden Kristallen und einem Ziffernblatt mit Schwan-Logo und drei Mini-Kristallen.

Dem hochkarätigen Farbrausch sind auch grosse Modehäuser wie Prada, Dior, Chanel und Dolce & Gabbana verfallen. Ihre Frühlings- und Sommerkollektionen 2012 umfassen grosse opulente Schmuckkreationen, mit denen sich Frauen als moderne Königinnen und Prinzessinnen in Szene setzen. Wie schon Coco Chanel zu sagen pflegte: «Schmuck ist nicht dazu da, Neid zu erwecken – bestenfalls Staunen.»

Quelle: www.20min.ch/diashow/diashow.tmpl?showid=42545

Hintergrundinformation: Haute Joaillerie

Die Haute Joaillerie ist eine Kategorie der Haute Couture, die erst im Frühjahr/Sommer 2010 eingeführt wurde. Bei der Haute Joaillerie sind Schmuckhersteller der Luxusklasse vertreten und präsentieren ihre Kreationen. Auch hier gibt es bestimmte Krieterien, die erfüllt werden müssen. Als „Haute Couture“ („gehobene Schneiderei“) werden die Mode-Kreationen hochpreisiger renommierter Modehäuser und Schneidereien bezeichnet, die aus luxuriösen Materialien bestehen,ganz individuell sind und absolut maßgeschneidert.

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Natürlich ist es das oberste Ziel für viele Modehäuser und Designer, die eigene Mode als „Haute Couture“ anpreisen zu können. Dafür müssen definierte Kriterien vom Pariser Modeverband Chambre Syndicale de la Haute Couture, die den Begriff „Haute Couture“ geschützt haben, eingehalten werden. Sind Modehäuser einmal aufgenommen, ist das kein Garant dafür, dass alle Kreationen zur Haute Couture zählen. Zu jeder Saison müssen sich die Designer neu bewerben und unter Beweis stellen.

Die scharfen Kritierien wurden teilweise etwas gelockert, wichtig ist vor allem die Anzahl der Motarbeiter und Modekreationne, einen Hauptsitz der Firma in Paris und vor allem muss jedes Stück ein echtes Unikat sein. Auch die Schmcukhersteller buhlen natürlich darum, ihre Schmuckkreationen als „Haute Joaillerie“ betiteln zu dürfen.