News aus dem Tagesanzeiger: Rekorde im Luxus-Schmucksegment

Der Tagesanzeiger – Die Umsätze mit „Luxus“ steigen und steigen von Jahr zu Jahr: Der Luxusmarkt boomt, vor allem im Bereich der Schmuck- und Uhrenbranche.

Die Schweizer Uhrenbranche jagt ihre eigenen Rekorde: Richemont verdient 43 Prozent mehr als im Vorjahr. Und Swatch-Chef Nick Hayek will im laufenden Jahr die Umsatzmarke von 8 Milliarden übertreffen.

Nicht nur Geiz, sondern auch Luxus ist geil: Die boomenden Verkäufe von teuren Uhren und Schmuck haben dem Genfer Luxusgüterkonzern Richemont (CFR 63.8 5.63%) im vergangenen Geschäftsjahr ein Glanzresultat beschert.

Auch die Swatch Group (UHR 401.9 4.28%) setzt zu einem Höhenflug an. Man strebe im laufenden Geschäftsjahr die Umsatzmarke von 8 Milliarden Franken an, sagte CEO Nick Hayek am Rande der Generalversammlung: «Wir werden 2012 versuchen, diese Marke zu übertreffen.»

Neue Rekorde bei Richemont

Die Kennzahlen erreichten bei Richemont Spitzenwerte. Der Aktienkurs machte einen Freudensprung. Der Umsatz legte im vergangenen Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende März) um 29 Prozent auf 8,87 Milliarden Euro (10,7 Milliarden Franken) zu, der Betriebsgewinn gar um gut die Hälfte auf 2,04 Milliarden Euro (2,46 Milliarden Franken). Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit Marken wie beispielsweise Cartier, Montblanc, IWC oder Vacheron Constantin 1,54 Milliarden Euro. Das sind um 43 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Aktionäre dürfen sich über eine Dividendenerhöhung um 22 Prozent und ein Aktienrückkaufprogramm freuen.Rechnet mit guten Aussichten: Swatch-Chef Nick Hayek. (Archiv)

Damit hat Richemont bei Umsatz und Betriebsgewinn neue Rekorde erzielt. Nur beim Reingewinn blieb die Gruppe etwas unter der Bestmarke von 1,57 Milliarden Euro aus dem Geschäftsjahr 2007/08. Damals stammte allerdings über ein Drittel des Gewinns aus der Beteiligung am Zigarettenkonzern British American Tobacco (BAT), die mittlerweile ausgelagert ist.

Europa als Openair-Museum

Sogar im von der Schuldenkrise geplagten Europa konnte die Gruppe den Umsatz kräftig um 17 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro steigern. Die Verkäufe auf dem «Alten Kontinent» wurden durch Touristen aus aller Welt – insbesondere aus Asien (plus 43 Prozent) – in die Höhe getrieben.

Europa werde immer mehr zum Openair-Museum für reisende Chinesen, sagte Richemont-Chef Johann Rupert in einer Telefonkonferenz. Der Start ins laufende Geschäftsjahr war stark. Im April lagen die Umsätze bereits um 29 Prozent über dem Vorjahresniveau. Insgesamt sei eine Abschwächung in Europa nicht erkennbar, sagte Rupert.

Zweistelliges Wachstum möglich

Auch Swatch-Chef Nick Hayek blickt zuversichtlich in die Zukunft: Die Schweizer Uhrenindustrie entwickle sich seit Jahresbeginn weiterhin sehr gut und sei weiter gewachsen. «Ich gehe davon aus, dass die Branche im laufenden Jahr in Lokalwährungen im höheren einstelligen respektive tiefen zweistelligen Prozentbereich wachsen wird», sagte Hayek. Dies sei ein sehr guter Wert für die Industrie, schliesslich könne man nicht erwarten, dass die Branche Jahr für Jahr um 20 Prozent oder mehr wachse. «Denn das wäre eine ungesunde Entwicklung.»

Ob es Swatch gelingt, die Marktentwicklung zu übertreffen, liess Hayek offen. Swatch habe verglichen mit der Konkurrenz in den vergangenen Jahren die grössten Wachstumsraten erzielt. Irgendwann werde es schwierig, diese Entwicklung auf solch hohem Niveau fortzusetzen.

Fast 3000 neue Jobs

Verwaltungsratspräsidentin Nayla Hayek wies an der Generalversammlung auf die Investitionstätigkeit des Konzerns hin. 2011 habe Swatch 2800 neue Arbeitsplätze geschaffen und die Zahl der Angestellten damit auf 28’000 gesteigert.

Die Präsidentin versprach zugleich, weitere Investitionen in der Schweiz zu tätigen, auch wenn der Franken noch immer überbewertet sei. Allein im vergangenen Jahr habe der Höhenflug des Frankens dem Uhrenkonzern rund 700 Millionen Franken Umsatz gekostet.

Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Luxus-ist-geil–und-lukrativ/story/20559662?track

NZZ-News: Luxus-Schmuck ist stark gefragt

Luxusgüter wie Schmuck, Lederwaren und teure Uhren sind wieder gefragt. Der Richemont-Konzern hat in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 dank der hohen Nachfrage gute Geschäfte gemacht. Der Umsatz erhöhte sich nach dem schwachen Vorjahreszeitraum um satte 37 Prozent.

Der Genfer Luxusgüter-Konzern Richemont ist gut ins neue Geschäftsjahr gestartet. In den ersten fünf Monaten (April bis August) legten die Verkäufe deutlich zu. In Lokalwährungen stieg der Umsatz um 37 Prozent, wie das Luxusgüter-Unternehmen vor der Generalversammlung vom Mittwoch mitteilte. In Euro (und ohne Einbezug der Umsätze der im April zugekauften Net-A-Porter.com) betrug das Wachstum 22 Prozent.

Als Grund für den starken Anstieg führt Richemont die schwachen Vergleichszahlen im Krisenjahr 2009 sowie starkes Wachstum in Asien und Amerika an.

Auch Grosshandelsgeschäft zieht an

Alle Sparten – Richemont besitzt unter anderem die Marken Cartier, IWC oder Montblanc und vertreibt Lederwaren von Alfred Dunhill – hätten von der besseren Wirtschaftslage profitiert. Auch das Grosshandelsgeschäft, das im Vorjahr unter Lagerabverkäufen zu leiden hatte, erzielte ein Wachstum von rund 30 Prozent. Doch für Euphorie ist es zu früh. Für das erste Halbjahr erwartet das Management zwar einen «markant höheren Gewinn».

Für das Gesamtjahr werden die Wachstumsraten aber weniger hoch sein, weil die Wirtschaftslage und damit die Umsätze bereits gegen Ende des Vorjahres angezogen haben. Damit ergibt sich rechnerisch ein weniger grosser Zuwachs. Richemont werde aber wegen des zweistelligen Umsatzwachstums einen höheren Halbjahresgewinn erzielen, erklärte Verwaltungsratspräsident Johann Rupert.

Richemont-Chef bleibt vorsichtig

Trotzdem gibt sich das Richemont-Management weiter vorsichtig; es sei noch zu früh, Rückschlüsse über die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Erholung zu ziehen, sagte Rupert. «Während die Verkäufe in den wachsenden Märkten in Asien und dem mittleren Osten weiter wachsen werden, werden andere Regionen unter den Rekordwerten bleiben».

Die Anleger sehen das offenbar ähnlich. DIe Richemont-Titel gaben an der Börse deutlich nach.

Im Geschäftsjahr 2009/10 (per Ende März) hatte Richemont einen um 4 Prozent tieferen Umsatz von 5,18 Mrd. Euro ausgewiesen. Der Gewinn sackte um 18 Prozent auf 603 Mio. Euro ab.

Quelle: http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/uebersicht/richemont-1.7488023

Die Schweizer Luxusbranche bleibt also auf dem Vormarsch, gerade im Bereich Uhren und Schmuck. das bestätigt auch jährlich die Schmuck-Leitmesse, die Baselworld.

Tagesanzeiger und NZZ sind sich einig: Die Uhrenindustrie in der Schweiz als Musterschüler

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Denkt man an Uhren in Präzisionsarbeit, denkt man an die Schweiz. Punkt aus. Tatsächlich spiegelt auch die Uhrenindustrie wider, was allgemein auf die Schweizer Arbeitswelt zutrifft: Präzision, Tradition, seriöses Handwerk, hohe Qualität und gute Ausbildung. Früher wurden die Uhren vor allem im Winter hergestellt, denn die Uhrenproduktion hat ihre Wurzeln in ländlichen Gebieten. Im Winter hatten die Bauern dann Zeit für eine Nebentätigkeit. Auch heute werden noch viele Luxusuhren in ländlichen Gegenden der Schweiz gefertigt. Die Schweiz ist einer der wichtigsten und grössten Global Player in der Uhrenindustrie und der Uhrenherstellung. Der Anteil an der Weltproduktion beträgt wertmässig stolze 50 Prozent.