News aus der NZZ: Edler Schmuck im Test – der Diamanten-Check

Die NZZ hilf bei der Frage: „Wie viel ist der edle Schmuck, die Erbstücke oder Familienschmuckstücke, wirklich wert?“ In Zürich lässt sich diese Frage nun genau beantworten. So haben Sie die Möglichkeit, Ihren vermutlich wertvollen Schmuck genau unter die Lupe nehmen zu lassen.

Artikel aus der NZZ:

Die Zürcher Chronometrie Beyer bietet in einem neuen gemmologischen Labor ihren Kunden die Möglichkeit, die Qualität von Diamanten und Farbedelsteinen vor Ort überprüfen zu lassen.

Sie ist ein ans Herz gewachsenes Erbstück, am eigenen Hals aber will sie nicht recht gefallen. Was also tun mit der Halskette von der Grossmutter? Viele Besitzerinnen solch geerbten Schmucks entscheiden sich für eine Umgestaltung durch einen Juwelier. Diesen Service bietet auch die Chronometrie Beyer an der Zürcher Bahnhofstrasse an, die seit zehn Jahren über eine hochspezialisierte Abteilung für Schmuck und Juwelen verfügt. Mit dem neu eingerichteten gemmologischen Labor können genaue Untersuchungen von Diamanten und farbigen Edelsteinen vorgenommen werden (wofür diese allerdings ausgefasst werden müssen).

Im hauseigenen Atelier von Beyer beraten der Leiter der Schmuckabteilung, Carlo Mutschler, und sein Team nicht nur, wenn es darum geht, für eine Umgestaltung alten Schmucks ein passendes Design zu finden. Mutschler, der sich am Schweizerischen Gemmologischen Institut in Basel (SSEF) ausbilden liess, verfügt in seinem neuen Labor auch über die nötigen Instrumente, um vor Ort und im Beisein des Kunden eine sogenannte Live-Analyse von losen Edelsteinen vorzunehmen.

Sein oder Nichtsein?

Ob ein Stein ein Diamant ist oder nicht, dürfte bei der Bestimmung jeweils die erste und entscheidende Frage sein. Mit einem Gerät misst Carlo Mutschler die thermoelektrische Oberflächenspannung. Diamanten gelten als das dichteste Material überhaupt, was zu Spannungen an der Oberfläche führt, die kein anderer Stein aufweist. Ob es sich aber um einen natürlichen oder um einen synthetisch hergestellten Diamanten handelt, verrät der Test noch nicht. Dies erfährt Mutschler mit einem Blick durch das Mikroskop. Künstliche Diamanten weisen durch die Verunreinigung mit Stickstoff eine gelbliche Farbe auf; sogenannte Leichendiamanten, wie sie etwa das Schweizer Unternehmen Algordanza auf Wunsch aus sterblichen Überresten zum Andenken für die Hinterbliebenen herstellt, sind bläulich bis grau, dies aufgrund der Rückstände von Bor.

Unter dem Polariskop erfährt Mutschler sodann, ob ein Stein das Licht einfach oder zweifach bricht. Die einfache Brechung ist ein weiteres Indiz für echte Diamanten. Mit der hydrostatischen Waage wird das spezifische Gewicht des Steins ermittelt. Jede Edelstein-Art kennt ihr eigenes spezifisches Gewicht.

Diamanten-Check

Am besten mit Zertifikat

Unter dem Mikroskop kann Mutschler schliesslich die Qualität des Diamanten feststellen. Er eruiert Farbe, Klarheit, Schliff und auch das Karat-Gewicht. Und unter der UV-Lampe prüft er, wie stark der Diamant fluoresziert. Ist die Fluoreszenz zu hoch – sie entsteht aufgrund einer niedrigen Energie und führt dazu, dass das Licht des Steins etwas getrübt und ölig ist –, kann dies eine Wertverminderung des Diamanten bedeuten. – Carlo Mutschler kann in seinem Labor die Beschaffenheit von Edelsteinen in gut achtzig Prozent der Fälle einwandfrei bestimmen. Für erweiterte Abklärungen ist das SSEF in Basel oder das Gemological Institute of America (GIA) in New York aber dennoch ……. http://www.nzz.ch/lebensart/stil/der-diamanten-check-1.17376977

 

Diamantenzertifikate

Diamantenzertifikate wurden erstmalig im Jahr 1970 ausgetsellt, was die Bräuche und Handlungen der gesamten Branche grundlegend umkrempelte.Wenn man sich ein solches Zertifikat ausstellen lässt, sollte man es auch auf echtheit überprüfen. Auf einem gemmologischen Zertifikat sind unter anderem folgende Bestandteile zu finden: der Schliff und die Qualität des Schliffes, den Reinheitsgrad, das Gewicht, die Farbstufe, der Grad der Fluoreszenz, die Polierung, die Symmetrie und mehr.