Tagesanzeiger-News: US Schmuck-Händler Tiffany spürt Konjunkturflaute

Der Markt der Luxusgüter ist meistens stabil, doch auch hier merken einige Unternehmen die sinkende Konjunktur. So zum Besipiel auch das amerikanische Unternehmen Tiffany.

Der US-Juwelier Tiffany bekommt die globale Konjunkturflaute immer stärker zu spüren.

Der New Yorker Luxusschmuck-Händler schraubte am Montag das zweite Quartal in Folge seine Prognose herunter.

Vor allem das Geschäft in Asien und in der gewöhnlich umsatzträchtigen und bei Touristen beliebten Premiumfiliale an der Fifth Avenue in Manhattan schwächelte zuletzt. Zudem befürchtet das Unternehmen, dass die Kunden wegen der konjunkturellen Unsicherheiten auch im Weihnachtsgeschäft ihr Geld stärker beisammen halten.

Für das im Januar endende Geschäftsjahr senkte Tiffany nun seine Umsatzprognose um einen Prozentpunkt auf 6 bis 7 Prozent. Das Unternehmen rechnet nun nur noch mit einem Gewinn von 3,55 bis 3,70 Dollar je Aktie statt wie bislang mit 3,70 bis 3,80 Dollar. Damit liegt es aber immer noch im Rahmen der Markterwartungen.

Im zweiten Quartal (Ende Juli) machte Tiffany gute Geschäfte. Sogar die Europäer leisteten sich für 100 Millionen Dollar Schmuck und andere Luxusgüter. Rechnet man die Währungsschwankungen heraus, gaben die europäischen Kunden sogar mehr Geld aus als im Vorjahreszeitraum.

Weltweit setzte Tiffany 887 Millionen Dollar um, ein Zuwachs von 2 Prozent, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Gewinn stieg parallel auf 92 Millionen Dollar. Besonders gut lief es in Japan. Das Land kehrt nach Erdbeben und Tsunami langsam zur Normalität zurück. Hier liegen 55 der weltweit 260 Läden. 33 gibt es in Europa.

Tiffany liegt nach einer eingestellten Zusammenarbeit mit dem Bieler Uhrenkonzern Swatch im Streit. Swatch wirft den Juwelieren vor, die Entwicklung des Geschäfts mit Tiffany-Uhren systematisch blockiert und verzögert zu haben. Die Bieler verlangen darum in einer Schadensersatzforderung 3,8 Milliarden Franken. Tiffany konterte mit einer Gegenklage und will 541,9 Millionen Franken.

Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/agenturen-ticker/Konjunkturflaute-stimmt-Tiffany-pessimistischer/story/23458638

Trotz sinkender Konjunktur muss sich das Unternehmen aber wohl keine ernsthaften Sorgen machen. Gerade bei Amerikanern ist das berühmte „Geschenk von Tiffany’s“ immer noch sehr beliebt. Nicht zuletzt wegen dem Filmklassiker „Frühstück bei Tiffany“ ist ein echter Kult um die Marke entfacht.